Nie wieder Frühjahrsputz – so geht´s

Nie wieder Frühjahrsputz

Vielleicht kennst du dieses Gefühl: Kaum werden die Tage heller, taucht dieser Gedanke auf – „Ich müsste mal wieder richtig klar Schiff machen.“

Und plötzlich wirkt alles zu viel. Die ganze Wohnung, am besten perfekt, am besten sofort.
Genau hier liegt das Problem.

Warum der klassische Frühjahrsputz selten funktioniert

Beim altbekannten Frühjahrsputz kümmerst du dich um Dinge, die im Haushalt (nach altem Denkmuster) seltener anfallen, dann aber absolut notwendig sind. Was du das ganze Jahr über eher oberflächlich oder gar nicht geputzt, gewaschen oder gereinigt hast, ist nun an der Reihe. Und zwar alles hintereinander weg, innerhalb von ein paar Tagen.

Danach fühlst du dich erst einmal besser, aber auch wahnsinnig erschöpft. Die Wohnung glänzt und duftet gut, aber es dauert nicht lange, bis von dem Zauber der Frühjahrsputz-Aktion nicht mehr viel übrig ist.

Und genau deshalb landen viele nach ein paar Tagen wieder im alten Chaos – mit einem schlechten Gefühl obendrauf.

Der Gedanke dahinter ist eigentlich logisch: einmal alles gründlich machen und dann ist Ruhe.

In der Realität passiert aber oft das Gegenteil.

  • Es ist zu viel auf einmal
  • Es passt nicht in den Alltag
  • Die Motivation hält nicht lange

Das muss doch auch anders gehen

Ja, geht es!

Ich mache seit vielen Jahren keinen klassischen Frühjahrsputz mehr, und dennoch ist es ordentlicher und sauberer als je zuvor. Und ich fühle mich damit deutlich wohler.

Inspiriert durch die Amerikanerin Marla Cilley (Spitzname „Flylady) und ihr Buch „Die magische Küchenspüle“ stellte ich vor einigen Jahren meine Haushaltsroutinen – insofern sie überhaupt vorhanden waren – komplett um.

Das Flylady-System / Putzen nach Zonen

Ein Ansatz, der genau hier ansetzt, ist die sogenannte FlyLady-Methode.

Keine Sorge – du musst dafür kein kompliziertes System lernen.

Im Kern geht es um etwas ganz Einfaches:

👉 dein Zuhause in kleine Bereiche aufteilen

👉 jeden Tag nur ein bisschen machen

Statt einmal im Jahr alles auf den Kopf zu stellen, wird Ordnung so zu einem Teil deines Alltags.

Im Flylady-System teilst du deine Wohnung oder dein Haus in mehrere Zonen ein, in der Regel sind es 5.

In meinem Fall sind das:

Zone 1 – Flur & Keller
Zone 2 – Küche
Zone 3 – Bad
Zone 4 – Schlafzimmer & Arbeitszimmer
Zone 5 – Wohnzimmer & Balkon

Ich habe die Räume so auf die Zonen verteilt, dass der Gesamt-Arbeitsaufwand pro Zone in etwa gleich ist.

Das Erfolgsgeheimnis der Flylady-Methode liegt nun darin, in jeder einzelnen Zone immer eine Woche lang die Sachen zu erledigen, die man sonst nur bei Bedarf (wenn der Dreck wirklich nicht mehr zu übersehen war 😉 ) oder halt beim Frühjahrsputz gemacht hat.

Die Zonen rotieren dabei immer im Wochenwechsel, so dass nach 5 Wochen jede einzelne Zone intensiver gereinigt wurde. Dann geht das ganze Spielchen wieder von vorne los.


Nur 15 Minuten pro Tag

Das bedeutet nicht, dass du jede Woche in einer Zone ein komplettes Frühjahrsputz-Pensum durchziehen sollst. 15 Minuten pro Tag in der aktuellen Zone reichen völlig aus!

Sehr hilfreich sind Zonenlisten mit allen Aufgaben, die bei dir in den jeweiligen Räumen anfallen (egal wie häufig).

Passende Vorlagen zum Download findest du in meinem Etsy Shop

Wochenplan nach der Flylady-Methode

Zonenplan Flylady-Methode




Denke beim Erstellen deiner Listen an jede Kleinigkeit. Dinge, die gerne vergessen oder übersehen werden: Deckenlampen abwischen, Staub auf Bilderrahmen, Schrankoberflächen etc.

Jeden Tag pickst du dir eine oder mehrere Sachen von der aktuellen Zonen-Liste raus und erledigst diese in insgesamt 15 Minuten (Timer stellen!). Wenn der Timer abgelaufen ist, bist du fertig und kannst dich wieder anderen Dingen widmen.

Wenn 5 Wochen später die gleiche Zone wieder an der Reihe ist, suchst du dir neue Aufgaben heraus, die dieses Mal Priorität haben sollen. Nach und nach schaffst du es so, fast nebenbei, alle Räume deiner Wohnung dauerhaft auf einem Niveau zu haben, bei dem ein Großputz völlig überflüssig wird.

Ich habe auf meinen Listen die Kalenderwochen eingetragen und hake darunter immer die erledigten Aufgaben ab. So kann ich auch noch Wochen später sehen, wann ich zum letzten Mal die Aufsätze unserer elektrischen Zahnbürsten gewechselt, die Spülmaschine entkalkt oder gründlich unter dem Sofa gesaugt habe.

Variation der Flylady-Methode

Du kannst anstelle der wöchentlichen Zonenwechsel auch täglich wechseln, also jeden Tag einen anderen Raum in 15 Minuten aufräumen oder putzen. Probiere am besten beide Varianten aus und bleib dann bei der, die für dich besser funktioniert.

(*Amazon Affiliate *Wenn du auf einen der Links klickst und dich dazu entscheidest darüber etwas zu kaufen, bekomme ich eine kleine Provision dafür. Für dich wird das Produkt dadurch aber natürlich nicht teurer.)


 

*In diesem Blogbeitrag können Affiliate-Links enthalten sein, z. B. zu Amazon. Wenn du über einen dieser Links etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts.

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar